Alles Wichtige zum Thema Augen Lasern!

Mit Hilfe von Brillen und Kontaktlinsen wird die klare Sicht versprochen. Einfach und für jeden anwendbar, doch nicht immer stellen Sehhilfen das Gelbe vom Ei dar. Viele Betroffene fühlen sich von den Sehhilfen nicht nur unterstützt sondern auch genervt. Es ist der täglich „Zwang“, welche die Krux mit den Sehhilfen darstellt. Kein Wunder, dass immer mehr Betroffene eine Laser OP ins Auge fassen, um wieder einen klaren Blick bekommen zu können.

Schon bei schmuddeligen Wetter und Regen zeigen sich die negativen Seiten einer Brille. Sie beschlägt, weist Tropfen auf den Gläsern auf – wer selbst schon mal eine Brille getragen hat, weiß, dass sich diese nicht für jedes Wetter eignet. Doch nicht nur die äußeren Bedingungen stellen ein Problem dar. Vom Kalten ins Warme – das siehst du dann für die ersten Momente mal nur den weißen Nebelschleier. Nur noch das Reinigen der Gläser mit einem trockenen Tuch kann dann wieder für klare Sicht sorgen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, dass keine Fusel auf den Gläsern bleiben, sonst geht es weiter mit der Reinigung. Immer mehr Betroffene haben aufgrund dieser kleinen aber doch lästigen Hindernisse schon seit Langem auf Kontaktlinsen gewechselt. Doch auch hier zeigen sich die einen oder anderen Macken, die jeden Kontaktlinsenträger ab und zu zur Verzweiflung bringen.

Doch nun wurde endlich ein Kraut gefunden. Seit einigen Jahren lassen sich eine Vielzahl von Sehschwächen mit Hilfe von Laser OP´s korrigieren. Umgangssprachlich wird von Lasern gesprochen, während diese OP Verfahren in medizinischen Fachkreisen als refraktäre Chirurgie zusammengefasst werden.

Auf den Kosten bleibt man sitzen

Natürlich denken zahlreiche Brillenträger diese Form der Operation immer wieder mal an. Dennoch gibt es ein großes Minus – die Kosten müssen meist selbst getragen werden, und diese können das eigene Budget ganz schön belasten. Grundsätzlich kann für dieses Verfahren mit einem Preis von rund 4000 Euro gerechnet werden. Ein Preis, der von vielen einfach nicht bezahlt werden kann. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass die meisten Kassen die Kosten für diese Verfahren nicht übernehmen.

Zum anderen muss sich immer wieder die Frage gestellt werden welches Risiko eingegangen werden möchte nur um ein Leben ohne Brille führen zu können. Immerhin muss bedacht werden, dass jeder Eingriff – und möge er auch noch so klein sein – stets mit einem Risiko verbunden ist. Zwar passiert nur selten etwas, dennoch ist die Möglichkeit gegeben. Vor allem wenn die Indikation weswegen der Eingriff gemacht wird, richtig gestellt wurde, besteht nur ein geringes Restrisiko. Hier findet sich ein wichtiger Hinweis, denn nicht jeder Mensch hat das große Glück, dass mittels Laser Operation auch tatsächlich geholfen werden kann.

Zahlreiche Formen

Ein guter Augenarzt, der sich zudem für eine Laser Operation ausspricht, sollte vor allem die richtigen Vorsorgeuntersuchungen durchführen und auch eine entsprechende Einschätzung geben können, ob und vor allem auch welche Laser OP für den Betroffenen in Frage kommt. Zusätzlich sollte vor allem in diesem Bereich eine ausführliche Beratung von Statten gehen. Diese ist nicht nur wichtig damit Betroffene aufgeklärt werden können, sondern auch die Vielzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten müssen auf den Tisch gelegt werden, da hier leicht mal der Überblick verloren werden kann. Grundsätzlich beruhen alle Varianten auf dem gleichen Grundprinzip, doch es finden sich stets unterschiedliche Vor- und Nachteile bei den Methoden. Mit Hilfe eines Hochpräzisionslasers kann die Oberfläche der Hornhaut so verändert werden, dass sich die Brechkraft des Auges ändert und die Sehschwäche behandelt wird.

LASIK – die Operation gegen Fehlsichtigkeit

LASIK ist mit Sicherheit das Zugpferd unter den Laser Operationen. LASIK steht als Abkürzung für Laser in-situ Keratomileusis. Vor dem Eingriff werden die Augen mit Hilfe von Tropfen ein wenig betäubt. Danach kann der Arzt ans Werk gehen und dies erfolgt mit Hilfe eines Mikrohobels, welcher auch unter dem Namen Mikrokeratom bekannt ist. Es wird ein Schnitt im oberen Drittel der Hornhaut gesetzt, wodurch ein Hautlappen entsteht, welcher eine kreisrunde Form aufweist. Dieser wird allerdings nicht komplett gelöst, sondern so geschnitten, dass er wir ein Fensterflügel geöffnet werden kann. Der Arzt hat nun freien Zugang zur Hornhaut und kann diese mit einem Laser bearbeiten. Dies muss schon im Vorfeld vom Arzt berechnet worden sein. Nach dem Eingriff wird der Lappen wieder zurückgelegt, wobei dieser an der darunterliegenden Schicht haften bleibt. Hat alles geklappt, kann der Patient bereits 3 Tage nach dem Eingriff wieder klar sehen und kann Brille oder Kontaktlinse beruhigt zur Seite legen.

In den letzten Jahren wurden auch Abwandlungen des LASIK Verfahrens immer wieder angewendet. Vor allem die Femto-Lasik hat sich hier einen Namen gemacht. Bei dieser Technik wird die Hornhaut nicht mittels Hobel geöffnet, nur mit dem Femto-Laser, wodurch hochpräzise Schnitte möglich werden.

Die Frage, die sich immer wieder gestellt wird – kann die Laser Operation auch bei älteren Menschen zu einer Verbesserung der Sehkraft führen? Es gibt tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten, damit auch diese Betroffenen geholfen werden kann. Allerdings kann ein klassischer Eingriff kaum etwas bewirken. Schon mit dem Einsetzen der sogenannten Altersweitsichtigkeit, welche sich bereits ab dem 40. Lebensjahr abzeichnet, wird das Ersetzen der natürlichen Linse gegen eine künstliche angeraten. Hierbei handelt es sich um die sogenannte multifokale Linse. Mit Hilfe dieser Kunstlinse werden grundsätzlich die Eigenschaften einer sogenannten Gleitsichtbrille ersetzt. Somit können Betroffene nicht nur in der Nähe sondern auch in die Weite sehen. Grundsätzlich kann die multifokale Kunstlinse auch bei jüngeren Patienten zum Einsatz kommen, die an einer besonders ausgeprägten Form der Weit- oder Kurzsichtigkeit leiden – wenn demnach das herkömmliche Verfahren einer Laser Operation nicht mehr in Frage kommen würde.

Welche Möglichkeiten haben ältere Betroffene?

Natürlich handelt es sich beim Ersetzen der eigenen Linse gegen eine Kunstlinse um einen weitaus größeren operativen Eingriff. Neben dem höheren Risiko belaufen sich aber auch die Kosten in einem höheren Rahmen. Die meisten Augenärzte haben mit diesem Verfahren schon zahlreiche Erfahrungen gemacht, da dieses auch bei Betroffenen mit Grauem Star zur Anwendung gekommen ist. Grundsätzlich handelt es sich bei diesen beiden Verfahren um das gleiche.

Für ältere Betroffene kommt allerdings nicht nur der Ersatz der eigenen Linse durch eine Kunstlinse in Frage. Presby-Lasik stellt hierzu eine Alternative dar. Hierbei wird die Oberfläche der Hornhaut und das Profil genau vermessen und berechnet. Mit Hilfe eines Lasers kann die Hornhautoberfläche modelliert werden, so dass verschiedene Zonen mit unterschiedlicher Brechkraft erzeugt werden können. Dieses Verfahren ähnelt der Funktion einer Gleitsichtbrille.

Auch die Möglichkeit einer Implantation der Kontaktlinse kann in Betracht gezogen werden, wobei dieses Verfahren vor allem bei jüngeren Betroffenen eingesetzt wird. Bei diesem Verfahren wird die eigene Linse erhalten, es wird lediglich eine zweite Linse – eine Kunstlinse – in die vordere Kammer des Auges eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Phake-Intraokularlinse.

Es zeigt sich, dass es zahlreiche Möglichkeiten und Verfahren gibt. Deswegen ist es auch so wichtig, dass ein Arzt gefunden wird, der sich mit den unterschiedlichen Methoden auskennt und eine objektive Beratung anbieten kann. Auch die Erfahrung spielt bei diesen Operationen eine wichtige Rolle. Betroffene sind vor allem in Zentren gut beraten, die unterschiedliche Varianten anbieten. Natürlich nimmt auch die Mundpropaganda im Bekanntenkreis eine wichtige Funktion ein. Wer sich über die Kosten Sorgen macht, der sollte auf jeden Fall einen Vergleich starten, wobei vor allem in den Zentren eine ähnliche Preisspanne zu finden ist.

Auslandsoperationen sind mit Vorsicht zu genießen

Zahlreiche Betroffene zieht es für eine Laser Operation immer wieder ins Ausland, weil hier einfach die günstigeren Preise zu finden sind. Allerdings gibt es von Experten diesbezüglich immer wieder kritische Stimmen zu vernehmen. Natürlich gibt es auch Ärzte im Ausland, die einen guten Job leisten und den deutschen Kollegen um nichts nachstehen. Dennoch muss auch an die Nachsorge gedacht werden, und für diese sind Ärzte im Ausland nicht mehr zuständig. Zusätzlich lässt sich anmerken, dass in Deutschland weitaus strengere Kriterien für das Stellen von Indikationen gegeben sind als im Ausland, was mitunter auch darauf schließen lässt weswegen die deutschen Ergebnisse so beeindruckend sind.

Experten meinen, dass Laser-OP´s auf jeden Fall eine geeignete Alternative zu den herkömmlichen Sehhilfen darstellen können, wenn alles passt. Zahlreiche Brillen- und Kontaktträger sind in ihren alltäglichen Leistungen wie beispielsweise Sport doch immer noch beeinträchtigt. Hier ist wieder ein wichtiger Punkt zu erkennen, die Medizin muss sich schon längst nicht mehr nur um das Überleben kümmern, sondern stellt auch einen wesentlichen Bestandteil der Verbesserung der Lebensqualität dar.

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