Kurzsichtigkeit

Bildschirmfoto 2015-08-02 um 02.11.46Kurzsichtigkeit ist die mit Abstand in Deutschland verbreitetste Form einer Fehlsichtigkeit. Kurzsichtigkeit bedeutet: Beim Blick in die Ferne funktioniert das Sehen nur noch verschwommen oder verzerrt, Objekte können nicht mehr scharf und klar gesehen werden. Auf die kurze Distanz dagegen ist alles deutlich und scharf erkennbar.

Kurzsichtigkeit – welche Ursache hat das?

Die Ursache einer Kurzsichtigkeit liegt in der Fehlentwicklung des Augapfels, was meist durch Vererbung bedingt ist. Dabei ist der Augapfel zu lang, so dass der Abstand der Linse zur Netzhaut nicht mehr stimmt. Auch eine falsche Krümmung der Linse kann diesen Effekt verursachen, wodurch ebenfalls eine Kurzsichtigkeit entsteht. Durch den zu langen Augapfel werden die aus weiter Entfernung einfallenden Lichtstrahlen so gebündelt, dass sie bereits kurz vor der Netzhaut zusammenfallen. Dadurch entsteht ein unscharfes Bild. Objekte in kurzer Entfernung dagegen fallen in einem anderen Winkel in das Auge ein, so dass sich auch die gebündelten Strahlen in einer anderen Entfernung treffen, nämlich direkt auf der Netzhaut. Somit kann der Kurzsichtige alles, was in direkter Nähe seines Auges liegt, einwandfrei und scharf erkennen.

Was kann helfen bei Kurzsichtigkeit?

Brillen und Kontaktlinsen, die üblicherweise zur Korrektur einer Kurzsichtigkeit verwendet werden, stellen im Grunde nichts anderes als eine Linse dar, welche die aus weiter Entfernung auftreffenden Lichtimpulse so ablenken, dass sie schließlich genau auf der Netzhaut gebündelt einfallen und sich somit eine scharfe Sicht auch in die Ferne ergibt. Allerdings wirken sich Brillen und Kontaktlinsen oftmals störend aus, zum Beispiel beim Sport, bei der Arbeit und bei vielen anderen Gelegenheiten. Sie korrigieren auch nicht die Fehlsichtigkeit an sich, sondern stellen lediglich ein Hilfsmittel dar, mit dem der Kurzsichtige fortan besser sehen kann, und auf das er zukünftig angewiesen ist. Die Behandlung mittels einer Augenlaser-Operation behebt die Kurzsichtigkeit dagegen direkt dort, wo sie entsteht, nämlich im Auge.

Wichtig – Aufklärung vor der Behandlung!

Wichtig ist, vor der Behandlung genau abzuklären, auf welche Ursachen die KurzsichtigkeitBildschirmfoto 2015-08-02 um 02.13.54 zurückzuführen ist. Liegt es wirklich nur an der Vererbung, oder spielen eventuell auch noch andere Faktoren eine Rolle, die ebenfalls eine Kurzsichtigkeit auslösen können?

Denkbar ist zum Beispiel die Kurzsichtigkeit als Nebeneffekt der Diabetes-Erkrankung. In diesem Fall muss das Auge nicht zwangsläufig operiert werden, oftmals genügt es schon, die Diabetes-Erkrankung wirkungsvoll zu behandeln, so dass auch die damit verbundene Kurzsichtigkeit von selbst zurückgeht.

Auch Verletzungen des Augapfels müssen im Vorfeld ausgeschlossen werden können. Diese ergeben sich zum Beispiel infolge von sportlicher Betätigung, wenn etwa ein Ball mit hoher Geschwindigkeit auf das Auge trifft. In diesem Fall kann der Augapfel eine Prellung erleiden, anschwellen und somit die Kurzsichtigkeit auslösen.

Kurzsichtige sind mitunter zwingend auf eine Sehhilfe angewiesen, um bestimmte Tätigkeiten überhaupt ausführen zu können bzw. zu dürfen. Dazu gehören beispielsweise das Autofahren oder auch Arbeiten, bei denen scharfes sehen in die Ferne unbedingt erforderlich ist. Mit einer Augenlaser-Operation ist es möglich, dauerhaft auf die Sehhilfen verzichten zu können. Auch eine im Führerschein eingetragene Sehhilfe, die zum Führen eines Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr vorgeschrieben ist, kann in diesem Fall nach einem erfolgreich bestandenen Sehtest wieder ausgetragen werden.

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